Ransomware bleibt eine der größten Cyber-Bedrohungen für Unternehmen

Ransomware bleibt eine der größten Cyber-Bedrohungen für Unternehmen in Deutschland. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie war in den vergangenen zwölf Monaten nahezu jedes zweite Unternehmen von einem entsprechenden Angriff betroffen. Trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen bleibt die Gefahr hoch, da Angreifer zunehmend auf Phishing, Erpressung und die Androhung von Datenveröffentlichungen setzen.

Ransomware-Angriffe zählen zu den folgenschwersten Formen der Cyberkriminalität. Die Angreifer verschlüsseln Systeme oder entwenden sensible Daten und fordern anschließend Lösegeld für die Wiederherstellung des Zugangs beziehungsweise die Nichtveröffentlichung der Daten. Die Folgen reichen von Betriebsunterbrechungen und finanziellen Schäden bis hin zu erheblichen Reputationsrisiken.

Lösegeldzahlungen bleiben die Ausnahme

Die Mehrheit der betroffenen Unternehmen entscheidet sich gegen eine Zahlung an die Erpresser. Dennoch hat bereits jedes fünfte Unternehmen nach einem Ransomware-Angriff Lösegeld gezahlt. Dabei handelt es sich häufig nicht um geringe Beträge. In vielen Fällen bewegen sich die Zahlungen im sechsstelligen Bereich.

Sicherheitsexperten warnen seit Jahren davor, auf die Forderungen von Cyberkriminellen einzugehen. Eine Zahlung bietet nämlich keine Garantie dafür, dass die verschlüsselten Daten tatsächlich wiederhergestellt werden oder die gestohlenen Informationen nicht dennoch veröffentlicht oder weiterverkauft werden.

Gute Vorbereitung entscheidet über die Folgen eines Angriffs

Ob ein Ransomware-Angriff zu einem existenziellen Problem wird, hängt maßgeblich vom Sicherheitsniveau und der Vorbereitung eines Unternehmens ab. Besonders wichtig sind

  • eine vollständige Transparenz über die eigene IT-Landschaft,
  • regelmäßige und vom Produktivnetz getrennte Datensicherungen,
  • konsequent abgesicherte Benutzerkonten und Zugriffsrechte,
  • die kontinuierliche Überwachung sicherheitsrelevanter Ereignisse sowie
  • geübte Notfall- und Krisenmanagementprozesse.

Unternehmen, die ihre Systeme regelmäßig sichern und ihre Reaktionsabläufe testen, können die Auswirkungen eines Angriffs deutlich reduzieren und den Geschäftsbetrieb schneller wiederherstellen.

Cyber Resilience gewinnt weiter an Bedeutung

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Cyberangriffe keine Ausnahme mehr darstellen. Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen – etwa durch die NIS-2-Richtlinie – wird die Fähigkeit, Cyberangriffe zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und wirksam darauf zu reagieren, zu einem zentralen Bestandteil einer modernen Unternehmenssteuerung.

Hinweis: Unternehmen sollten ihre bestehende Cyber-Sicherheitsstrategie regelmäßig überprüfen und insbesondere Backup-Konzepte, Notfallpläne sowie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit testen. Nur so lässt sich das Risiko finanzieller Schäden und längerer Betriebsunterbrechungen wirksam begrenzen. Gerne beraten wir Sie! 

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Ingo Wolf

Partner, Group CDIO

München

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